Nutzen durch den Einbau eines Smart Meters

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Smart Meter – auch bekannt als intelligente Messsysteme – können im Gegensatz zu den bisherigen analogen Zählern anfallende Verbräuche in Echtzeit darstellen und ermöglichen Auswertungen für bestimmte Zeiträume. Außerdem leiten sie diese Auswertungen an Akteure aus der Energieversorgung oder dem Messstellenbetrieb anonymisiert und verschlüsselt weiter. Den Smart Metern werden aber noch weitere wichtige Funktionen zugeschrieben.

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Intelligente Messsysteme sollen für eine standardisierte und sichere Kommunikation der Daten des Energienetzes sorgen. Dadurch wird es unter anderem möglich, dezentrale Erzeugungsanlagen (zum Beispiel Windenergie- oder Photovoltaikanlagen) sowie Stromverbraucher (Lasten) gezielt zu steuern.

Als Folge dieser Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch wird ein geringerer Netzausbaubedarf von Verteilnetzen bis 2030 erwartet. Somit stellen intelligente Messsysteme einen essentiellen Grundbaustein für die Digitalisierung der Energiewende dar.

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Der konkrete Nutzen der intelligenten Messsysteme ist für Verbraucher aufgrund des eingeschränkten Funktionsumfangs derzeit noch überschaubar. Intelligente Messsysteme ermöglichen die Aufzeichnung und Visualisierung von Verbrauchsdaten in Echtzeit. Diese Daten werden vom Messstellenbetreiber aufbereitet und in der Regel über ein Onlineportal zur Verfügung gestellt.

Verbraucher können so ihren Energiekonsum überprüfen, aktiv anpassen und Energiekosten einsparen. Ein großes Potential wird zusätzlichen Mehrwertdiensten zugeschrieben, die sich jedoch rund um die Messsysteme erst noch entwickeln und auf dem Markt etablieren müssen. Anfänglich ist daher erst einmal nur mit zusätzlichen Kosten zu rechnen.

Zukunftsmusik

Ein potentieller Mehrwert von intelligenten Messsystem sind variable Tarife, die zukünftig von Energieversorgungsunternehmen zu erwarten sind. Die bisher verbauten analogen Bezugszähler können nicht zusammen mit variablen Tarifen verwendet werden, da sie den Verbrauch nicht in Echtzeit darstellen.

Der Vorteil solcher Tarife liegt darin, dass jeder seinen Verbrauch entsprechend dem Tarif anpassen und Energiekosten reduzieren kann. Denkbar ist auch, dass zukünftig exakte Monatsabrechnungen entstehen, anstatt jährlich einen pauschalen Abschlag zu zahlen. Demzufolge würden keine unerwarteten Nach- oder Rückzahlungen entstehen.

Es ist denkbar, dass intelligente Messsysteme zukünftig immer mehr mit Softwarelösungen im Rahmen von Smart Home-Konzepten oder der Blockchain zum Einsatz kommen. Ein Smart Home-Konzept ist zum Beispiel das „Home Energy Management System“.

Dieses steuert das Zusammenspiel der Haustechnik, überwacht den Verbrauch und verteilt den Strom im Haus. Dazu benötigt es Informationen über Energieverbräuche aus dem Smart Meter. Wichtig ist dies insbesondere auch für die intelligente und optimale Nutzung der eigenen Solaranlage.

Die Blockchain bildet hingegen die Grundvoraussetzung für einen Energiehandel zwischen einzelnen Verbrauchern innerhalb eines verteilten Netzwerkes, in dem alle Verbraucher miteinander verbunden und gleichberechtigt sind (Peer-to-Peer).

Durch den Einsatz von intelligenten Verträgen, den sogenannten „Smart Contracts“, die auf der Blockchain abgebildet werden, ist der direkte Handel von überschüssigen Strom aus einer Solaranlage an Endverbraucher über einen Marktplatz möglich. Obendrein lassen sich mittels „Smart Contracts“ die Abrechnungen automatisieren. Der Smart Meter selbst stellt die Vorrausetzung zur Teilnahme innerhalb dieses Netzwerkes dar, da er die Erzeugung und den Verbrauch in Echtzeit darstellt.

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