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Auswahlrecht des Messstellenbetreibers: Was Verbraucher wissen müssen

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Der eigene Stromverbrauch wird über einen Zähler gemessen, der dem sogenannten Messstellenbetreiber gehört. Dieser ist für die eigentliche Messung, aber auch für den Ein- und Ausbau, Betrieb sowie Wartung der Messeinrichtung zuständig. Sofern bisher kein separater Messstellenvertrag geschlossen wurde und auch im Vertrag mit dem Energielieferanten keine Regelungen zum Messstellenbetrieb aufgeführt sind (kombinierter Vertrag), besteht ein Messstellenvertrag mit dem „grundzuständigen“ Messstellenbetreiber. Dies ist in der Regel der Netzbetreiber vor Ort, der seine Grundzuständigkeit auch an ein anderes Unternehmen übertragen kann.

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Der Verbraucher hat das Recht, zu einem anderen – also wettbewerblichen – Messstellenbetreiber zu wechseln. Wie ein Wechsel des Messstellenbetreibers erfolgt und was für allgemeine Vorschriften existieren, regelt das Messstellenbetriebsgesetz.

Auswahlrecht

Der Messstellenbetrieb muss nicht von dem grundzuständigen Messstellenbetreiber durchgeführt werden. Wenn sich der Verbraucher aber für einen Wechsel zu einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber entscheidet, greifen die gesetzlich festgelegten Preisobergrenzen für den Einbau und Betrieb moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme nicht mehr. Dem wettbewerblichen Messstellenbetreiber steht es frei, höhere Preise für diese Produkte zu nehmen.

Für Endverbraucher wäre das allerdings kein Anreiz, um den Betreiber zu wechseln. Interessant wird es für Verbraucher erst, wenn ein höherer Produktpreis auch mit einem Mehrwert, das heißt zusätzlichen Leistungen, verbunden ist. Demnach wird sich ein Wettbewerb zwischen den Messstellenbetreibern erst einstellen, wenn diese Mehrwerte über das Smart Meter zukünftig auch abgebildet werden können.

Ab dem Jahr 2021 wird zudem das vorrangige Auswahlrecht des Mieters durch den Vermieter eingeschränkt. Der Vermieter kann als sogenannter Anschlussnehmer dann den Messstellenbetreiber vorrangig unter der Bedingung auswählen, dass dieser folgende drei Punkte erfüllt:

  • Er muss alle Zählpunkte der Liegenschaft für Strom mit intelligenten Messsystemen ausstatten.
  • Er muss neben der Sparte Strom mindestens einen zusätzlichen Messstellenbetrieb aus den Sparten Gas, Fernwärme oder Heizwärme für das Smart-Meter-Gateway in Form eines Pakets anbieten.
  • Das Paket des Messstellenbetriebs darf für den einzelnen Anschlussnutzer keine Mehrkosten im Vergleich zum vorherigen getrennten Messstellenbetrieb bedeuten.

Übt der Vermieter sein Auswahlrecht aus, kann der Mieter wiederum verlangen, dass der Vermieter alle zwei Jahre zwei verschiedene Angebote für entsprechende Pakete einholt und vorlegt.

Wechsel des Messstellenbetreibers

Beabsichtigt der Mieter einen anderen Messstellenbetreiber zu beauftragen, so muss er dieses in Textform erklären. Die Erklärung muss dem aktuellen Messstellenbetreiber vorgelegt werden und folgende Punkte enthalten:

  • Name und Anschrift des Mieters,
  • Entnahmestelle mit Adresse, Zählernummer oder den Zählpunkt mit Adresse und Nummer,
  • Name und Anschrift des neuen Messstellenbetreibers,
  • Zeitpunkt, zu dem der Wechsel stattfindet.

Der Wechsel wird anschließend direkt und kostenfrei zwischen dem alten und dem neuen Messstellenbetreiber abgewickelt. Ein Geräteaustausch ist in der Regel nicht notwendig.

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