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Mieterstrom - finanzielle Förderungsmöglichkeiten

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Eine finanzielle Förderung im Rahmen des Mieterstromkonzeptes kann auf unterschiedlichste Art erfolgen. Im Allgemeinen sollen Förderungen dazu beitragen, dem Antragssteller einen kostendeckenden Betrieb seiner Anlage zu ermöglichen. Zudem hätte der Mieterstromanbieter dadurch den Vorteil, dass er seinen Strom günstiger anbieten kann und so auch die Mieter davon profitieren. Im Nachfolgenden gehen wir auf drei mögliche finanzielle Förderungen ein.

Mieterstrom_Förderung
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  1. Die finanzielle Förderung des Mieterstroms setzt bei den Investitionskosten an. Sollte das Vorhaben fremdfinanziert werden, beispielsweise auf Grund fehlenden Eigenkapitals,  kann man an einem Förderprogramm der KfW teilnehmen. Bei den Förderprogrammen handelt es sich grundsätzlich um zinsgünstige Kredite oder um Investitionszuschüsse. Die Investitionszuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Je nach Konditionen des Förderprogrammes lassen sich Kredite und Zuschüsse miteinander kombinieren.
  2. Eine weitere Möglichkeit setzt bei dem erzeugten Photovoltaikstrom an, der nicht vom Mieter verbraucht werden kann. Hier ist die Rede vom sogenannten Überschussstrom. Der Gesetzgeber hat im Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) Ansätze geschaffen, um erzeugten Strom zu fördern, der nicht verwendet werden kann. Die Förderung wird für 20 Jahre nach Inbetriebnahme der Anlage gewährt. Bei den Förderungen handelt es sich unter anderem um eine Marktprämie, die im Zusammenhang mit der Direktvermarktung gewährt wird. Auch besteht die Option der Einspeisevergütung (PV-Anlagen unter 100 kWp installierter Nennleistung). Diese wird auf den in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Strom vom Netzbetreiber gewährt.
  3. Des Weiteren ist der erzeugte PV-Strom, den der Mieter nicht verbraucht, auch förderungsfähig. Hierzu hat der Gesetzesgeber einen sogenannten Mieterstromzuschlag etabliert. Die Berechnung des Mieterstromzuschlages findet auf der Grundlage des anzulegenden Wertes nach §4 8 Absatz 2 und § 49 statt. Im Anschluss wird von diesem anzulegenden Wert 8,5 Cent pro Kilowattstunde abgezogen. Abweichend dazu sind nach dem 31. Dezember 2018 bei einer Leistung von 40 kW bis einschließlich 750 kW installierter Leistung vom anzulegenden Wert 8 Cent pro kWh abzuziehen (EEG 2017, § 23b Abs. 1). Daraus resultiert ein Mieterstromzuschlag von 2,21 – 3,81 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde – je nach Leistungsschwelle der installierten Anlagenleistung. Ausgezahlt wird der Mieterstromzuschlag nicht an den Mieter selbst, sondern an den Mieterstromanbieter (Anlagenbetreiber). Um den Mieterstromzuschlag zu erhalten, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
  • Die Solaranlage darf in ihrer Nennleistung 100 kWp nicht überschreiten. 
  • Die PV-Anlage muss sich an oder in einem Wohngebäude befinden. Nach dem Mieterstromgesetz liegt ein Wohngebäude dann vor, wenn mindestens 40 Prozent des Gebäudes für das Wohnen genutzt werden.
  • Eine Belieferung findet ohne öffentliche Netznutzung statt.
  • Die Lieferung und Verbrauch des Stroms müssen innerhalb des Gebäudes oder in Wohngebäuden oder Nebenanlagen im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Gebäude erfolgen.
  • Die Zuordnung der PV-Anlage zum Mieterstromzuschlag erfolgt durch eine entsprechende Registrierung der Anlage bei der Bundesnetzagentur.


 

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