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Mieterstrom und seine gesetzlichen Regelungen

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Mieterstrom kann in zwei Arten aufgeteilt werden: in den „geförderten“ und in den „sonstigen“ Mieterstrom. Im Folgenden wird der „geförderte“ Mieterstrom mit seinen gesetzlichen Regelungen thematisiert. Welche genauen Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit es sich um den „geförderten“ Mieterstrom handelt, wird im Artikel „Mieterstrom und seine Voraussetzungen“ erläutert.

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Im Allgemeinen gilt der Mieterstromvertrag als ein Sondervertrag, dadurch haben die Mieter die gleichen Rechte wie ein „normaler“ Sondervertragskunde. Aufgrund dieser gesetzlichen Sonderregelungen wird eine Teilnahme am Mieterstrom attraktiver. Ein Sondervertrag wird typischerweise aktiv mit einem Versorger abgeschlossen, dieser kann auch der Grundversorger sein. Dennoch wird man nicht Kunde in der Grundversorgung. Sondervertragskunden genießen unter anderem Rechte wie:

  • Anspruch auf ordnungsgemäße und nachvollziehbare Abrechnung
  • Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhung
  • Recht auf Informationen (etwa zu Vertragsdauer, Kündigungsfristen usw.)
  • Anspruch auf angemessene Abschläge
  • Recht auf Anrufung der Schlichtungsstelle Energie nach §111b EnWG

 

Im Weiteren herrschen gesetzliche Regelungen für den „geförderten“ Mieterstrom wie ein Kopplungsverbot. Dieses besagt, dass der Stromvertrag zum Beispiel nicht im Mietvertrag enthalten sein darf oder eine Bedingung für den Mietervertrag darstellt. Ein Mieterstromvertrag selber darf nur eine Laufzeit von 12 Monaten besitzen und wird nur mit einem Versorger/Vertragspartner abgeschlossen.

Nach dem Energiewirtschaftsgesetz muss dieser Versorger/Vertragspartner eine Komplettversorgungspflicht einhalten. Das bedeutet, wenn die Photovoltaikanlage den Strombedarf des Mieters nicht decken kann, muss zusätzlich der Strombedarf durch Reststrom aus dem öffentlichen Stromnetz abgedeckt werden. Ein Mieterstromvertrag endet im Normalfall durch eine ordentliche Kündigung, aber kann auch automatisch durch einen Auszug aus der Mietwohnung erfolgen.

Zum Schluss ist noch wichtig zu wissen, dass der Mieterstrompreis in seiner Höhe gedeckelt ist. Dadurch muss der Mieterstrom Tarif (Arbeits- und Grundpreis) mindestens 10 Prozent unter dem Grundversorgungstarif liegen.

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