Attraktives Förderprogramm für Verbraucher in der Energiewende

Stand:

UPDATE: Die erste Förderetappe ist abgeschlossen und das Förderprogramm wird nun überarbeitet, sodass im Herbst eine zweite Förderetappe beginnen kann.

Beim Klimaschutz und der Energiewende kommt es auch auf jeden Einzelnen an. Ein Credo, das nicht nur unserer Projekt „Verbraucher in der Energiewende“ vertritt, sondern auch die Landesregierung Schleswig-Holsteins vorantreibt. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) hat ein Förderpaket beschlossen und veröffentlicht, das sich eben konkret an den einzelne*n Bürger*in beziehungsweise Verbraucher*in wendet. Auf diese Weise sollen im nördlichsten Bundesland die nötigen Impulse gesetzte werden, damit jede*r Schleswig-Holsteiner*in seinen eigenen Beitrag zum Gelingen der Pariser Klimaziele beitragen kann. „Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an“, so Umweltminister Jan-Philipp Albrecht. „Mit dem neuen Förderprogramm unterstützen wir Bürgerinnen und Bürger bei nachhaltigen Investitionen in die Zukunft. So können wir es schaffen, dem Klimawandel zu begegnen und die Gesellschaft positiv zu entwickeln.“

Fördermittel_Nachhaltigkeit_Ökologie
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Und dafür stellt das Land seinen Bürger*innen 1,6 Millionen Euro für verschiedenste nachhaltige und ökologische Investitionen zur Verfügung. Für weitere Informationen und Antragsstellung nutzen Sie einfach den jeweiligen Link.

  • Mehr aufs Rad als ins Auto: Ein Lastenrad ist auch in Sachen Transport eine gute Alternative zum Automobil. Daher unterstützt die Landesregierung den Kauf eines Lastenfahrrads mit bis zu 400 Euro.
  • Und wenn doch Auto, dann Elektro-Auto: Um das E-Mobil vor der eigenen Haustür aufladen zu können, gibt es für die Anschaffung einer eigenen Ladestation (Ladeleistung zwischen 11 und 22 kW) einen Zuschuss von 400 Euro für die Wallbox sowie 400 Euro für die Installation und den Anschluss.
  • Strom vom Balkon: Seit geraumer Zeit bieten Photovoltaik-Balkonanlagen die Möglichkeit, Sonnenstrom auf Balkon oder Terrasse zu erzeugen. Bei der Anschaffung einer Anlage (Leistung zwischen 250 und 600 W) kann man einen Zuschuss von 200 Euro erhalten.
  • Sonnenstrom speichern: Da die Sonnenenergie nicht immer direkt verbraucht wird, wenn sie erzeugt wird, ist die Speicherung des Stroms ein wichtiger Faktor. Die Anschaffung eines privaten Stromspeichers wird mit bis zu 800 Euro und die Installation mit 200 Euro unterstützt. Steht das Ganze im Zusammenhang mit der Neuinstallation einer PV-Anlage kann die Fördersumme auf 1.200 Euro (bis maximal 75% der förderfähigen Kosten) ansteigen.
  • Wärme durch Sonnenenergie: Sonnenenergie sorgt nicht nur für Stromerzeugung, sie dient auch für die Wärmeversorgung. Wer eine Solarthermie-Anlage auf seinem Dach errichtet, kann mit einem Zuschuss bis zu 500 Euro rechnen.
  • Weg von Öl und Gas: Die Installation von nicht-fossilen Heizungssystemen soll endlich Fahrt aufnehmen. Daher unterstützt das Land den Einbau von Heizungssystemen auf Basis erneuerbarer Energien mit 500 Euro.
  • Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz: Das ermöglicht, auf eine Installation einzelner Wärmeerzeuger zu verzichten. Die Errichtung eines Anschlusses wird mit 500 Euro unterstützt.
  • Mehr Grün in Stadt und Land: Gründächer können nicht nur hübsch aussehen, sie fördern auch den Erhalt der Artenvielfalt, schützen vor Feinstaub und bieten eine effektive Nutzung des Regenwassers. Die dauerhafte Einrichtung von Gründächern auf Wohnhäusern durch Fachfirmen erhält einen Zuschlag von 500 Euro.
  • Nachhaltiger Wasserverbrauch mit Regenwasser: Wasser sparen ist ein Ansatz, der sich in nahezu jedem Haushalt findet. Regenwasserzisternen führen nicht nur zu geringeren Wassergebühren, sondern tragen auch zum Erhalt von Grundwasser bei. Die Anschaffung solcher Zisternen (mindestens 2.500 l) wird mit bis zu 400 Euro bezuschusst.

Für alle Investitionen – die Neuinstallation einer PV-Anlage ausgenommen – gilt, dass der maximale Zuschuss bei 50 Prozent der förderfähigen Kosten liegt, sollte die maximale Fördersumme nicht erreicht werden.

„Mit dem Förderprogramm liegt ein einfaches Förderprogramm vor, in dem sich viele Verbraucher wiederfinden werden. Schön ist insbesondere, dass es sich nicht nur an Hausbesitzer wendet, sondern beispielsweise auch Mieter berücksichtigt“, freut sich Tom Janneck, Leiter des Projektes „Verbraucher in der Energiewende“. „Auch wenn die Fördermittel vermutlich zügig aufgebraucht sind, zählt hier doch das Signal: Auch in diesen Zeiten bei so einem wichtigen Thema wie der Energiewende einfach mitzumachen.“ Denn am Ende zählt jeder individuelle Beitrag. Auch wenn er noch so klein ist, kann er für eine große positive Wirkung sorgen.

Auf den Seiten des MELUND finden Sie nicht nur tiefergehende Informationen zu dem Förderprogramm, sondern auch die nötigen Anträge, um Teile des Topfes ausschöpfen zu können. Seit dem 9. Juni kann das geschehen.

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